Über uns (2)

Sein Credo: „Ein Schnaps sollte perfekt schme­cken und man sollte spätestens beim zwei­ten oder dritten Schluck das Bedürfnis haben weiterzutrin­ken.“ Dass ihm das gelingt, zeigt eindrucksvoll eine Schnüffel- und Schluckprobe. Beispielsweise mit einem 2012er Quitten­brand aus dem Eschenfass: Puris­tisch und kristallklar springt die Frucht in die Nase, Synergie-Aro­men aus langer Fass-Lagerung ge­sellen sich zur Quitte, wohlig weich tapeziert der Stoff den Gau­men aus, zeigt Ausdruck, Aroma und einen Marathon-Abgang. Selbst das leere Glas bietet noch langen Schnüf­fel-Spaß. Auch Klaus Käpplers andere Schnäpse – alles Unikate wie der Brenner selbst - zeigen Duft und Dauer, Körper und Charakter. Da springen die Früchte förmlich aus dem Glas, tanzen den Aromen-Tango und läuten ein furioses Finale ein. Geschmackskino in Farbe und 3D. Zu seinen „Raritäten und Spezialitäten“ zählt er zuallererst seine fassge­lagerten Jahrgangsbrände wie den 2005er Apfelbrand, den 2009er Kirschbrand oder den 2014er Pflaumenbrand, denen die Lagerung in kleinen Barriques zu­sätzlich Struktur und Aroma verlei­ht, aber auch seinen fruchtintensiven 2015er Himbeerbrand, Brände seiner alten Birnensorten oder aus Beeren wie Eberesche und Schlehen. Kein Wun­der, dass viele Gour­met-Restaurants zwischen Bayern und Brandenburg längst auf Käpplers Brände setzen.


„Käpplers Brände können auch international mithalten“, sagt der Stuttgarter Weinhändler Bernd Kreis. Und auch Vincent Klink, Wirt der Stuttgarter Wielandshöhe und (nicht nur am Herd) selbst ein Unikat mit Ecken und Kanten, schätzt Käpplers Schnäpse sehr. „Seit 30 Jahren führt die Wielandshöhe die Destillate von Klaus Käppler, das will was heißen, nämlich von Beginn an höchste Qualität in jahrzehntelangem Dauermarathon bis heute“, so der Koch und Charakterkopf. Ihm gefällt, dass „sich Käppler nie hat von Mainstream und Expansion verführen lassen“. Sein Fazit: „Ich achte aufs Echte, das nicht dubios verbessert oder manipuliert wurde, und in diesem Sinne bin ich mir bei Klaus Käppler wirklich sicher.“

„Letztlich zählt das Gesamtkunstwerk“, sagt der Aromen-Flüsterer selber. Und das ist bei Käppler Summe und Synergie aus Brenner und Brand, aus Qualität und Charakter, Passion, Purismus, Perfektion und Eigen-Sinn. So ist er der Käppler: authen­tisch, eckig, ehrlich, gut.

Lust bekommen, mehr über den Hohenloher Schnaps-Brenner Käppler zu erfahren? Dar­über wie einer so tickt, dessen Hochprozen­ter bei Destillat-Freaks regelmäßig für sensori­sche Aha-Erlebnisse sor­gen? Darüber was für ihn einen guten Schnaps ausmacht, worauf er beim Brennen unbedingt Wert legt und was alles an Handwerk, Herzblut und Erfahrung hinter seiner kleinen Obstbrand-Manufaktur steckt?

 

Dann tauchen Sie einfach tiefer ein in Käpplers Refugium der Hochprozenter und lesen unsere Zwölf Episoden: Wenn Aromen Tango tanzen – mit Feuer und Flamme für flüssige Früchte brennen. Am besten mit etwas Muße und einem guten Schnaps im Glas. Wohl bekomm's...